Wissen, wo's langgeht

Weiterbildungsmöglichkeiten

„Welche Weiterbildungsmöglichkeiten habe ich?“ Diese Frage wird in einer Weiterbildungsberatung von den ratsuchenden Menschen oft zu Beginn gestellt. Die Antwort darauf ist unterschiedlich und hängt von der beruflichen Situation des Einzelnen ab.

Zunächst geht man davon aus, dass die Person, die sich weiterbilden will, bereits über eine berufliche Ausbildung oder eine mehrjährige Berufstätigkeit verfügt, auf der sie aufbauen möchte.

Trifft dies bei Ihnen zu, bestehen für Sie folgende Weiterbildungsmöglichkeiten:

Anpassungsfortbildungen

Anpassungsfortbildungen verbessern Ihre fachlichen Qualifikationen im Beruf bzw. Ihrem konkreten Einsatzbereich. Die in der Ausbildung oder Berufstätigkeit erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse werden so erhalten, ergänzt oder erweitert.

Beispiele für Anpassungsfortbildungen:

  • ein Wundmanagementkurs für Beschäftigte in der Pflege
  • eine EDV-Schulung für kaufmännische Mitarbeitende

Aufstiegsfortbildungen

Eine Aufstiegsfortbildung führt zu einem höherwertigen beruflichen Abschluss. Voraussetzung hierfür ist deshalb in der Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung.

Beispiele für Aufstiegsfortbildungen:

  • Mathematisch-technischer Assistent bzw. Mathematisch-technische Assistentin Industriemeister/in
  • Fachwirt/in (z. B. Fachwirtin für ambulante medizinische Versorgung beispielsweise für Medizinische Fachangestellte, oder Steuerfachwirt für Steuerfachangestellte)
  • Fachkaufmann/Fachkauffrau
  • Fachkrankenpfleger/in

Umschulung

Unter Umschulung versteht man i.d.R. eine Ausbildung in einem neuen bzw. anderen Beruf als dem von Ihnen erlernten. Eine Umschulung ist nur als Zweitausbildung möglich. Voraussetzung ist demnach eine Erstausbildung bzw. eine entsprechende Berufstätigkeit. Die Umschulung endet mit einem Ausbildungsabschluss (IHK-Prüfung, Gesellenbrief). Personen, die diese Voraussetzungen nicht mitbringen, können über andere Programme (z.B. WeGebAu) Ihren Berufsabschluss nachholen.

Finanzierungsmöglichkeiten

Haben Sie sich für eine berufliche Weiterbildung entschieden, sollten Sie überlegen, wie Sie diese finanzieren. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Anpassungsfortbildungen können Sie über einen Bildungsscheck oder einen Bildungsprämiengutschein fördern lassen. Voraussetzung hierfür ist, dass Sie erwerbstätig sind.

Aufstiegsfortbildungen können über das sogenannte Meister-Bafög gefördert werden. Dies gilt auch für Fortbildungsabschlüsse z. B. als Fachwirt/in oder Meister/in.

Umschulungen können Sie über das JobCenter, die Arbeitsagentur, Rentenversicherungsträger oder Berufsgenossenschaften finanzieren lassen. Möglich ist auch eine Einzelumschulung in einem Unternehmen.

Weitere Informationen zu Fördermöglichkeiten finden Sie hier.